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In 2010:

Montag, 14.Juni - 20 Uhr - Melda Akbas:
"So wie ich will"
- Mein Leben zwischen Moschee und Minirock -

Zum Inhalt:
Sie ist 18, lebt als Deutsch-Türkin in Berlin, steht
kurz vor dem Abitur, engagiert sich als Schülerin, und
ihr größter Wunsch ist ein selbst-bestimmtes Leben:
Melda Akbas bezweifelt, dass viele Deutsche wissen, was
es heißt, ein Migrantenkind zu sein.
Vorurteile und Desinteresse bestimmen das Bild. Eloquent
und selbstbewusst setzt sie ihre Momentaufnahme dagegen.
Ihr Hinter-grund: eine Familie von konservativ bis
weltoffen, ein bunter Mix aus Köpfen und Haltungen. Sie
selbst versucht den Spagat zwischen Respekt vor ihren
muslimischen Wurzeln und ihrer Entschlossenheit, sich
einzumischen, mitzubauen an einer friedlichen Welt
vieler Kulturen und als Frau selbständig zu leben.

Dienstag, 20. April - 20 Uhr - Claudia Rusch: "Mein Rügen"


Zum Inhalt:
Allen Freunden, die auf Rügen Urlaub machen, leiht
Claudia Rusch ihre persönliche Landkarte, auf der sie
ihre Lieblingsorte an der Küste verzeichnet hat. Vom
besten Strand bei Nonnevitz mit Hühnergöttern und alten
Wurzeln, "die wie Geisterskelette herumliegen und nach
den Röcken der kleinen Mädchen greifen, die im
Schatzfieber Bernsteine suchen", über Kap Arkona, den
"schönsten Platz der Welt, wo das Meer weit und das
Leben voller Hoffnung ist, wo zwischen Sanddorn und
Himbeerbüschen die Bienen summen und
die See rauscht", bis hin zum pittoresken Südosten der
Insel am Greifswalder Bodden, "der im Stillen so tut,
als wäre er die offene See" - auf Claudia Ruschs
Landkarte ist alles zu finden, was der Rügen-Besucher zu
seinem Glück braucht.
Pointiert und sehnsuchtsvoll erzählt die Autorin von
Ferien bei der Oma, von Völkerverständigung auf dem
Rügendamm, von Festessen mit selbsterlegten
Wildschweinen, und sie verrät uns, was Theodor Fontane
wirklich von Sassnitz hielt. Ihre Inselerinnerungen
verknüpft Claudia Rusch mit wissenswerten Fakten und
heutigen Beobachtungen, und das in gewohnt
unterhaltsamer Weise: "heiter, liebevoll, unsentimental,
unsentimental,
lebensfroh und selbstironisch" (Berliner Zeitung über
Claudia Ruschs Bestseller Meine freie deutsche Jugend).

Montag, 22.März 2010 – 20 Uhr - Björn Kern:
„Das erotische Talent meines Vaters“

Zum Inhalt:
Ist es ein vom Wunsch nach Nähe angeregter
Wochenendausflug zum Vater oder ein Kontrollbesuch? Als
der Sohn, der Icherzähler in Björn Kerns neuem Roman,
aus Berlin an den Bodensee kommt, um nach längerer Zeit
einmal wieder nach dem Vater zu sehen, holt dieser ihn
nicht vom Zug ab. Vergessen, verschusselt, egal? Der
Vater Jakob, hoch in den Sechzigern, aber von fast schon
erschreckender Virilität, durchtrainiert und mit einer
beeindruckenden schwarzen Lockenpracht gesegnet, stellt
den Sohn, der als Pfleger arbeitet, vor nicht wenige
Rätsel. Welche Rolle spielen die beiden Frauen, die den
Vater zu belagern scheinen und von denen er sich
angeblich belästigt fühlt, tatsächlich? Was finden sie
an ihm und was am Sohn? Wieso ist der Vater so fit und
wo treibt er sich eigentlich nachts herum? Nimmt er gar
Drogen?
Farbig und unterhaltsam, spannend und mit einigem
Augenzwinkern erzählt Björn Kern von der neuen,
verkehrten Welt, in der die Kinder bürgerlicher sind als
ihre freizügigen, sich um ihre Selbstverwirklichung
sorgenden Eltern. Komisch und melancholisch zugleich
bietet der Roman eine höchst zeitgemäße Variante des
uralten Vater-Sohn-Konfliktes.
Mittwoch, 17.März 2010 - 20 Uhr - Gregor Weber:
"Kochen ist Krieg"

Zum Inhalt:
Ein Koch begibt sich auf Wanderschaft und kocht in
deutschen Dorf-gasthäusern und Sternerestaurants,
Fußgängerzonenpizzerien, Betriebskantinen und beim
Bundespräsidenten. Er dreht alle Töpfe um und berichtet,
was Köchinnen und Köche dort leisten oder auch
ver-brechen: Es ist heiß in der Küche, sehr heiß.
Gregor Weber, der in Kolja Kleebergs "VAU" zum Koch
ausgebildet wurde, macht sich auf die Suche nach der
Liebe zum Essen und der Essenz des Kochhandwerks in
Deutschland. Der ungeheure Koch-boom hat den Berufsstand
ins Licht der Öffentlichkeit gestellt wie kaum einen
anderen, doch davon, wie es tatsächlich am Herd zugeht,
haben die meisten keine Vorstellung. Und den Dienst am
Bauch kann man sehr unterschiedlich verstehen: Es gibt
Köche, die haben schon in Hongkong und Dubai gekocht und
andere, die seit zwanzig Jahren keinen Fisch mehr in der
Hand hatten, der nicht tiefgekühlt war. Die einen
arbeiten zwei Tage an der Herstellung einer Kalbssauce,
die anderen schütten 1,5 Kilo Pulver auf achtzig Liter
kochendes Wasser und rühren das Ganze zweimal um.
In 2009:
Am Mittwoch, den 8. April 2009 – 20 Uhr - wird Walter
Mossmann sein Buch „realistisch sein: das unmögliche
verlangen“ vorstellen. Die Veranstaltung ist eine
gemeinsame Veranstaltung der Buchhandlung Müller mit dem
Kulturzentrum Kesselhaus.

Zum Inhalt:
Walter Mossmann ist u. a. Liedermacher, Journalist,
Filmemacher, lebt in Freiburg und hat nun mit 68 Jahren
seine, wie er schreibt, „wahrheitsgetreu gefälschte
Erinnerungen“ in der Edition der Freitag veröffentlicht.
Seit 1964 tritt Walter Mossmann öffentlich auf, bereits
1965 nahm er am Festival Chanson Folklore International
auf Burg Waldeck teil. 1966, nach seiner zweiten
Teilnahme am Waldeck-Festival, wurde er u.a. als
wichtigste Neuentdeckung bezeichnet. Ab 1970 trat
Mossmann zunächst nicht mehr mit Liedern auf.An dem
Widerstand in der eigenen Region (Dreyeckland:
badisch-elsässisch-schweizerisches Grenzgebiet) gegen
das geplante Atomkraftwerk in Wyhl war er maßgeblich
beteiligt (Mitarbeit bei der Bürgerinitiative
Weisweil-Wyhl. Mitbegründer der Initiativgruppe KKW Nein
in Freiburg). Dies motivierte ihn ab 1974, wieder Lieder
zu entwerfen und vorzutragen. Er verstand sie als
„Flugblattlieder“, als eine Ausdrucksform des
gemeinsamen Kampfes und gemeinsame Ziele. Seine Sprache
war jetzt einfach, plakativ, populär, teilweise in der
alemannischen Mundart. Diese Lieder wurden „Gemeingut“
der Bewegung.Seit Mitte der 90er Jahre konnte Mossmann
nicht mehr als Sänger auftreten, da ein Krebs seine
Singstimme zerstört hat. Aber er gestaltet weiter mit
allen anderen ihm verbliebenen Möglichkeiten.
Hinzugekommen ist als ein inhaltlicher Schwerpunkt die
Auseinandersetzung mit Osteuropa, besonders der Ukraine.
Er lebt inzwischen zeitweilig in der ukrainischen
Partnerstadt Freiburgs, Lemberg.
Am Dienstag, den 28. April 2009 – 20 Uhr – stellt
Petra Gabriel ihren neuen Krimi „Alemannischer
Totentanz“ in der Buchhandlung Müller vor.

Zum Inhalt:
Eine junge Frau taucht bei der Lörracher Mordkommission
auf. Sie will die Leiche ihrer Großmutter als vermisst
melden. Die Ermittlungen fördern illegale Geschäfte mit
Toten zutage. Wurde die alte Frau deshalb ermordet? Wer
hat den drogensüchtigen Ex-Chirurgen umgebracht? Und was
haben zwei reizende alte Damen, ihr seltsamer Neffe und
deren Beerdigungsinstitut damit zu tun?
Kriminalhauptkommissarin Iris Terheyde findet die
Antworten auf ihre Weise: sportgeschädigt, nägelkauend,
stur, mit Gespür für Fettnäpfchen und im Dauerclinch mit
ihrem Kollegen. Dabei kommt sie ganz schön herum: Basel,
Mulhouse, Berlin - und natürlich Lörrach, Rheinfelden
und Laufenburg.
Am Freitag, den 4.September 2009 um 20 Uhr - liest
Necla Kelek aus ihrem Buch „bittersüße Heimat“

Zum Inhalt:
Woher kommt, wohin treibt die Türkei?
Vom europäischen Istanbul bis ins wilde Kurdistan ist
Necla Kelek gereist, an traumhafte Küsten und durch die
majestätische Bergwelt Anatoliens, und hat ein Land
vorgefunden, dessen Geschichts-trächtigkeit und
Schönheit sich kaum ein Reisender entziehen kann; die
Bewohner des einstigen osmanischen Weltreichs aber
wirken seltsam unbehaust, heimatlos, als trieben sie auf
einem Floß durch eine ihnen fremde Welt.
In Ankara erlebt Necla Kelek, wie ihr Lieblingsonkel,
ein Mann der Republik, zu Grabe getragen wird und mit
ihm die Vorstellung, aus der Türkei ein Land im Geiste
Europas zu formen. »Wir sind mit der Geschichte im
Reinen«, verkündet Präsident Gül. »Unsere Religion ist
ohne Fehler«, sagt Ministerpräsident Erdogan. Bis heute
ist der Genozid an den Armeniern ein Tabu, immer noch
verbergen sich Christen hinter Mauern, um ihren Glauben
leben zu können. Vom Selbstbehauptungswillen der alten
Eliten erzählt Keleks Begegnung mit einem Militär, vom
Aufstieg der neuen Macht ihr Besuch beim Amt für
Religion, einer milliardenschweren »Missionsbehörde«.
Befremdet registriert sie in ihrer ostanatolischen
Kindheitsheimat, dass die Öffentlichkeit frauenlos
geworden ist – ausschließlich Männer beherrschen das
Straßenbild. Sie erzählt von dem Leben einer
erfolgreichen Fabrikdirektorin, die – weil unverheiratet
– von ihrem Teejungen kontrolliert wird; aber auch von
vielen, die sich nicht abfinden wollen mit der neuen
islamischen Leitkultur – wie der Bauchtänzer vom
Bosporus, die Frauen, die gegen Ehrenmorde kämpfen, der
Polizeioffizier, mit dessen Hilfe die Autorin eine junge
Kurdin mit deutschem Pass aus den Fängen ihrer Familie
befreit.
Keleks Bericht aus dem Inneren der Türkei deckt unter
der Oberfläche eines modernen Landes die Zerklüftungen
auf, die zerrissenen Mentalitäten, die politischen
Widersprüche, die sozialen Brüche, in die die Republik
zunehmend gerät. Woher kommt, wohin treibt die Türkei?

Necla Kelek in Istanbul geboren, kam mit zehn Jahren
nach Deutsch-land, hat Volkswirtschaft und Soziologie
studiert und über »Islam im Alltag« promoviert. Sie
forscht zu den Themen Religion und Migration und
publiziert u.a. in der FAZ, taz und Emma. Sie ist
ständiges Mitglied der Deutschen Islamkonferenz, lebt
und arbeitet als freie Autorin in Berlin.
Ihr Buch Die fremde Braut. Bericht aus dem Inneren des
türkischen Lebens in Deutschland wurde inzwischen
200.000 Mal verkauft und mit dem Geschwister- Scholl-
Preis ausgezeichnet. Die verlorenen Söhne. Plädoyer zur
Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes erhielt den
internationalen Sachbuchpreis CORINE 2006. Die
Universität Duisburg-Essen hat ihr 2006 die
Mercator-Professur verliehen.
Donnerstag, 22.Oktober 2009 – 20 Uhr– Nina Petri
liest:
Lust – wahre Leidenschaft

Zum Inhalt:
Annäherung an die Lust. Es geht um Körper. Um das nackte
Ver-langen, um Sehen, Anfassen, Schmecken. Und es geht
um Seelen. Um verzückte, suchende oder verletzte Seelen.
Nina Petri bringt die Lust zum Vibrieren: Sie hat Texte
von Zeruya Shalev, Hilke Rosenboom, Chimo und anderen
ausgewählt.
Ort: TAM Theater am Mühlenrain, Weil am Rhein
Mittwoch, 28. Oktober 2009 - 20 Uhr- Buchhandlung
Müller
Ralf Dorweiler liest aus: „Badische Blutsbrüder“

Zum Inhalt:
Rainer Maria Schlaicher braucht Urlaub, aber Geld dafür
hat er
keines. Da passt es gut, dass in der Kasse eines
Luxusreise-
Anbieters 100.000 Dollar fehlen und Schlaicher in den
USA
ermitteln soll. Doch alles kommt anders: Nachdem ein
Indianer
ein unrühmliches Ende im Grand Canyon findet, geht es
wieder
zurück nach Südbaden, wo es Kommissar Schlageter mit den
Tücken der späten Liebe und Dr. Watson mit einer
bissigen
Pudeldame zu tun bekommen. Gleichzeitig geht ein
Postbote
aus Schönau im »Bermudadreieck« unter und Schlaicher auf
die Suche nach einem Mörder, der skrupelloser ist als
Billy the Kid.
Dienstag, 10. November 2009 - 20 Uhr -
Buchhandlung Müller
Martin Jösel liest:
Der Verbrecher aus verlorener Ehre

Exakt zum 250. Geburtstag Friedrich
Schillers laden wir zu einem Abend mit Martin Jösel ein,
der Schillers Kriminalerzählung
"Der Verbrecher aus verlorener Ehre" erzählend-
rezitierend vorstellen wird.
Drei Jahre nach der spektakulären Uraufführung seines
Schauspiels "Die Räuber" widmete sich der 26-jährige
Jung-Dichter erneut seinen Lieblingsthemen "Gewalt und
Gerechtigkeit":
Zum Inhalt:
Ein einfacher Gastwirtsohn wird aus Eifersucht erst zum
Wilddieb, dann zum Mörder, taucht als Räuber unter und
versetzt die Menschen in Angst und Schrecken. Schillers
Krimi ist nicht nur eine spannende und genial
geschriebene Erzählung, sondern auch eine genaue
psychologische Außenseiter-Studie und ein Dokument ach
so tugendhafter bürgerlicher Verhaltens-weisen, die bis
heute weiterwirken.
Martin Jösel ist Lehrer am Kant-Gymnasium in Weil am
Rhein und bekannt durch seine zahlreichen literarischen
Solo-Abende. Die voll-ständige Erzählung "Der Verbrecher
aus verlorener Ehre" hat er auf seiner ersten Hör- CD
festgehalten.
26. November 2009 - 18 Uhr 30 -
Buchhandlung Müller
Stefan Stadler stellt sein Spiel vor und lädt ein zum
Mitspielen:
Die Tore der Welt ( nach der Vorlage von Ken Follet)

Zum Inhalt:
England im 14. Jahrhundert. 200 Jahre nach den
Ereignissen um den Bau der Kathedrale zu Kingsbridge
sehen sich die Nachfahren der aus „Die Säulen der Erde“
bekannten Charaktere neuen großen Aufgaben gegenüber.
Als Bürger von Kingsbridge müssen sich die Spieler um
verschiedene Bereiche kümmern: Bauen, Handel,
Frömmigkeit, Ernährung, Medizinisches Wissen. In jeder
Runde wird eine andere Ereigniskarte aufgedeckt, die die
Handlungsmöglichkeiten für die Spieler vorgibt. Jede
Karte bildet ein Ereignis aus dem Buch ab. Im Spiel
werden verschiedene Bauwerke errichtet, die den Spielern
Siegpunkte einbringen, indem sie sich entweder direkt
daran beteiligen oder Geld spenden. Im späteren Verlauf
greift die Pest um sich, Einwohner von Kingsbridge
erkranken. Jetzt erhält man Siegpunkte, wenn man
medizinisches Wissen erworben hat und die Kranken
versorgt.
27. November 2009 - 20 Uhr - Haus
der Volksbildung
Dieter Baumann: Körner, Currywurst, Kenia

Zum Inhalt:
Als Läufer ist der Olympiasieger jedem ein Begriff.
Fernab von der Bahn und dem Asphalt hat Dieter Baumann
eine neue Karriere ge-startet. Mit seinem
Kleinkunstprogramm „Körner, Currywurst, Kenia“
präsentiert der Lebensläufer das Thema Bewegung und
Laufen auf eine ganz andere Art. Dabei erweist sich der
43-Jährige als begnade-ter Erzähler, der schnell das
Gefühl vermittelt, dass man mit einem alten Bekannten am
Küchentisch säße. Mit enormer Begeisterungs-fähigkeit
präsentiert er Geschichten rund ums Laufen, die eben ein
bisschen internationaler sind als die des gemeinen
Hobbyläufers. „Ich möchte den Leuten ‘Luscht’ auf Laufen
machen“, so Baumann selbst über sein Programm, das sich
als “gespielte” Laufkolumne versteht, – frei nach dem
Motto: „Sie brauchen einen idealen Coach: Mich.“
Veranstalter: Buchhandlung Müller in Zusammenarbeit mit
dem Kulturamt der Stadt Weil am Rhein und der
Leichtathletikabteilung des ESV Weil am Rhein.
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