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Buchhandlung Müller
Hauptstraße 292
79576 Weil am Rhein
Tel. +49 (0) 7621 /   7 40 90

 


 



In 2010:


Montag, 14.Juni - 20 Uhr - Melda Akbas: "So wie ich will"
- Mein Leben zwischen Moschee und Minirock -

Zum Inhalt:
Sie ist 18, lebt als Deutsch-Türkin in Berlin, steht kurz vor dem Abitur, engagiert sich als Schülerin, und ihr größter Wunsch ist ein selbst-bestimmtes Leben:
Melda Akbas bezweifelt, dass viele Deutsche wissen, was es heißt, ein Migrantenkind zu sein.
Vorurteile und Desinteresse bestimmen das Bild. Eloquent und selbstbewusst setzt sie ihre Momentaufnahme dagegen. Ihr Hinter-grund: eine Familie von konservativ bis weltoffen, ein bunter Mix aus Köpfen und Haltungen. Sie selbst versucht den Spagat zwischen Respekt vor ihren muslimischen Wurzeln und ihrer Entschlossenheit, sich einzumischen, mitzubauen an einer friedlichen Welt vieler Kulturen und als Frau selbständig zu leben.

Dienstag, 20. April - 20 Uhr - Claudia Rusch: "Mein Rügen"





 

Zum Inhalt:
Allen Freunden, die auf Rügen Urlaub machen, leiht Claudia Rusch ihre persönliche Landkarte, auf der sie ihre Lieblingsorte an der Küste verzeichnet hat. Vom besten Strand bei Nonnevitz mit Hühnergöttern und alten Wurzeln, "die wie Geisterskelette herumliegen und nach den Röcken der kleinen Mädchen greifen, die im Schatzfieber Bernsteine suchen", über Kap Arkona, den "schönsten Platz der Welt, wo das Meer weit und das Leben voller Hoffnung ist, wo zwischen Sanddorn und Himbeerbüschen die Bienen summen und
die See rauscht", bis hin zum pittoresken Südosten der Insel am Greifswalder Bodden, "der im Stillen so tut, als wäre er die offene See" - auf Claudia Ruschs Landkarte ist alles zu finden, was der Rügen-Besucher zu seinem Glück braucht.
Pointiert und sehnsuchtsvoll erzählt die Autorin von Ferien bei der Oma, von Völkerverständigung auf dem Rügendamm, von Festessen mit selbsterlegten Wildschweinen, und sie verrät uns, was Theodor Fontane wirklich von Sassnitz hielt. Ihre Inselerinnerungen verknüpft Claudia Rusch mit wissenswerten Fakten und heutigen Beobachtungen, und das in gewohnt unterhaltsamer Weise: "heiter, liebevoll, unsentimental, unsentimental,
lebensfroh und selbstironisch" (Berliner Zeitung über Claudia Ruschs Bestseller Meine freie deutsche Jugend).
 

Montag, 22.März 2010 – 20 Uhr - Björn Kern:
„Das erotische Talent meines Vaters“

Zum Inhalt:
Ist es ein vom Wunsch nach Nähe angeregter Wochenendausflug zum Vater oder ein Kontrollbesuch? Als der Sohn, der Icherzähler in Björn Kerns neuem Roman, aus Berlin an den Bodensee kommt, um nach längerer Zeit einmal wieder nach dem Vater zu sehen, holt dieser ihn nicht vom Zug ab. Vergessen, verschusselt, egal? Der Vater Jakob, hoch in den Sechzigern, aber von fast schon erschreckender Virilität, durchtrainiert und mit einer beeindruckenden schwarzen Lockenpracht gesegnet, stellt den Sohn, der als Pfleger arbeitet, vor nicht wenige Rätsel. Welche Rolle spielen die beiden Frauen, die den Vater zu belagern scheinen und von denen er sich angeblich belästigt fühlt, tatsächlich? Was finden sie an ihm und was am Sohn? Wieso ist der Vater so fit und wo treibt er sich eigentlich nachts herum? Nimmt er gar Drogen?
Farbig und unterhaltsam, spannend und mit einigem Augenzwinkern erzählt Björn Kern von der neuen, verkehrten Welt, in der die Kinder bürgerlicher sind als ihre freizügigen, sich um ihre Selbstverwirklichung sorgenden Eltern. Komisch und melancholisch zugleich bietet der Roman eine höchst zeitgemäße Variante des uralten Vater-Sohn-Konfliktes.

 


Mittwoch, 17.März 2010 - 20 Uhr - Gregor Weber: "Kochen ist Krieg"

Zum Inhalt:
Ein Koch begibt sich auf Wanderschaft und kocht in deutschen Dorf-gasthäusern und Sternerestaurants, Fußgängerzonenpizzerien, Betriebskantinen und beim Bundespräsidenten. Er dreht alle Töpfe um und berichtet, was Köchinnen und Köche dort leisten oder auch ver-brechen: Es ist heiß in der Küche, sehr heiß.

Gregor Weber, der in Kolja Kleebergs "VAU" zum Koch ausgebildet wurde, macht sich auf die Suche nach der Liebe zum Essen und der Essenz des Kochhandwerks in Deutschland. Der ungeheure Koch-boom hat den Berufsstand ins Licht der Öffentlichkeit gestellt wie kaum einen anderen, doch davon, wie es tatsächlich am Herd zugeht, haben die meisten keine Vorstellung. Und den Dienst am Bauch kann man sehr unterschiedlich verstehen: Es gibt Köche, die haben schon in Hongkong und Dubai gekocht und andere, die seit zwanzig Jahren keinen Fisch mehr in der Hand hatten, der nicht tiefgekühlt war. Die einen arbeiten zwei Tage an der Herstellung einer Kalbssauce, die anderen schütten 1,5 Kilo Pulver auf achtzig Liter kochendes Wasser und rühren das Ganze zweimal um.

 


In 2009:


Am Mittwoch, den 8. April 2009 – 20 Uhr - wird Walter Mossmann sein Buch „realistisch sein: das unmögliche verlangen“ vorstellen. Die Veranstaltung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Buchhandlung Müller mit dem Kulturzentrum Kesselhaus.
 

 
Zum Inhalt:
Walter Mossmann ist u. a. Liedermacher, Journalist, Filmemacher, lebt in Freiburg und hat nun mit 68 Jahren seine, wie er schreibt, „wahrheitsgetreu gefälschte Erinnerungen“ in der Edition der Freitag veröffentlicht.

Seit 1964 tritt Walter Mossmann öffentlich auf, bereits 1965 nahm er am Festival Chanson Folklore International auf Burg Waldeck teil. 1966, nach seiner zweiten Teilnahme am Waldeck-Festival, wurde er u.a. als wichtigste Neuentdeckung bezeichnet. Ab 1970 trat Mossmann zunächst nicht mehr mit Liedern auf.An dem Widerstand in der eigenen Region (Dreyeckland: badisch-elsässisch-schweizerisches Grenzgebiet) gegen das geplante Atomkraftwerk in Wyhl war er maßgeblich beteiligt (Mitarbeit bei der Bürgerinitiative Weisweil-Wyhl. Mitbegründer der Initiativgruppe KKW Nein in Freiburg). Dies motivierte ihn ab 1974, wieder Lieder zu entwerfen und vorzutragen. Er verstand sie als „Flugblattlieder“, als eine Ausdrucksform des gemeinsamen Kampfes und gemeinsame Ziele. Seine Sprache war jetzt einfach, plakativ, populär, teilweise in der alemannischen Mundart. Diese Lieder wurden „Gemeingut“ der Bewegung.Seit Mitte der 90er Jahre konnte Mossmann nicht mehr als Sänger auftreten, da ein Krebs seine Singstimme zerstört hat. Aber er gestaltet weiter mit allen anderen ihm verbliebenen Möglichkeiten. Hinzugekommen ist als ein inhaltlicher Schwerpunkt die Auseinandersetzung mit Osteuropa, besonders der Ukraine. Er lebt inzwischen zeitweilig in der ukrainischen Partnerstadt Freiburgs, Lemberg.
 


Am Dienstag, den 28. April 2009 – 20 Uhr – stellt Petra Gabriel ihren neuen Krimi „Alemannischer Totentanz“ in der Buchhandlung Müller vor.
 



Zum Inhalt:
Eine junge Frau taucht bei der Lörracher Mordkommission auf. Sie will die Leiche ihrer Großmutter als vermisst melden. Die Ermittlungen fördern illegale Geschäfte mit Toten zutage. Wurde die alte Frau deshalb ermordet? Wer hat den drogensüchtigen Ex-Chirurgen umgebracht? Und was haben zwei reizende alte Damen, ihr seltsamer Neffe und deren Beerdigungsinstitut damit zu tun? Kriminalhauptkommissarin Iris Terheyde findet die Antworten auf ihre Weise: sportgeschädigt, nägelkauend, stur, mit Gespür für Fettnäpfchen und im Dauerclinch mit ihrem Kollegen. Dabei kommt sie ganz schön herum: Basel, Mulhouse, Berlin - und natürlich Lörrach, Rheinfelden und Laufenburg.

 


Am Freitag, den 4.September 2009 um 20 Uhr - liest Necla Kelek aus ihrem Buch „bittersüße Heimat“




Zum Inhalt:
Woher kommt, wohin treibt die Türkei?
Vom europäischen Istanbul bis ins wilde Kurdistan ist Necla Kelek gereist, an traumhafte Küsten und durch die majestätische Bergwelt Anatoliens, und hat ein Land vorgefunden, dessen Geschichts-trächtigkeit und Schönheit sich kaum ein Reisender entziehen kann; die Bewohner des einstigen osmanischen Weltreichs aber wirken seltsam unbehaust, heimatlos, als trieben sie auf einem Floß durch eine ihnen fremde Welt.

In Ankara erlebt Necla Kelek, wie ihr Lieblingsonkel, ein Mann der Republik, zu Grabe getragen wird und mit ihm die Vorstellung, aus der Türkei ein Land im Geiste Europas zu formen. »Wir sind mit der Geschichte im Reinen«, verkündet Präsident Gül. »Unsere Religion ist ohne Fehler«, sagt Ministerpräsident Erdogan. Bis heute ist der Genozid an den Armeniern ein Tabu, immer noch verbergen sich Christen hinter Mauern, um ihren Glauben leben zu können. Vom Selbstbehauptungswillen der alten Eliten erzählt Keleks Begegnung mit einem Militär, vom Aufstieg der neuen Macht ihr Besuch beim Amt für Religion, einer milliardenschweren »Missionsbehörde«. Befremdet registriert sie in ihrer ostanatolischen Kindheitsheimat, dass die Öffentlichkeit frauenlos geworden ist – ausschließlich Männer beherrschen das Straßenbild. Sie erzählt von dem Leben einer erfolgreichen Fabrikdirektorin, die – weil unverheiratet – von ihrem Teejungen kontrolliert wird; aber auch von vielen, die sich nicht abfinden wollen mit der neuen islamischen Leitkultur – wie der Bauchtänzer vom Bosporus, die Frauen, die gegen Ehrenmorde kämpfen, der Polizeioffizier, mit dessen Hilfe die Autorin eine junge Kurdin mit deutschem Pass aus den Fängen ihrer Familie befreit.

Keleks Bericht aus dem Inneren der Türkei deckt unter der Oberfläche eines modernen Landes die Zerklüftungen auf, die zerrissenen Mentalitäten, die politischen Widersprüche, die sozialen Brüche, in die die Republik zunehmend gerät. Woher kommt, wohin treibt die Türkei?





Necla Kelek in Istanbul geboren, kam mit zehn Jahren nach Deutsch-land, hat Volkswirtschaft und Soziologie studiert und über »Islam im Alltag« promoviert. Sie forscht zu den Themen Religion und Migration und publiziert u.a. in der FAZ, taz und Emma. Sie ist ständiges Mitglied der Deutschen Islamkonferenz, lebt und arbeitet als freie Autorin in Berlin.

Ihr Buch Die fremde Braut. Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland wurde inzwischen 200.000 Mal verkauft und mit dem Geschwister- Scholl- Preis ausgezeichnet. Die verlorenen Söhne. Plädoyer zur Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes erhielt den internationalen Sachbuchpreis CORINE 2006. Die Universität Duisburg-Essen hat ihr 2006 die Mercator-Professur verliehen.

 


Donnerstag, 22.Oktober 2009 – 20 Uhr– Nina Petri liest:
Lust – wahre Leidenschaft
 



Zum Inhalt:
Annäherung an die Lust. Es geht um Körper. Um das nackte Ver-langen, um Sehen, Anfassen, Schmecken. Und es geht um Seelen. Um verzückte, suchende oder verletzte Seelen.

Nina Petri bringt die Lust zum Vibrieren: Sie hat Texte von Zeruya Shalev, Hilke Rosenboom, Chimo und anderen ausgewählt.
Ort: TAM Theater am Mühlenrain, Weil am Rhein
 


Mittwoch, 28. Oktober 2009 - 20 Uhr- Buchhandlung Müller
Ralf Dorweiler liest aus: „Badische Blutsbrüder“

Zum Inhalt:
Rainer Maria Schlaicher braucht Urlaub, aber Geld dafür hat er
keines. Da passt es gut, dass in der Kasse eines Luxusreise-
Anbieters 100.000 Dollar fehlen und Schlaicher in den USA
ermitteln soll. Doch alles kommt anders: Nachdem ein Indianer
ein unrühmliches Ende im Grand Canyon findet, geht es wieder
zurück nach Südbaden, wo es Kommissar Schlageter mit den
Tücken der späten Liebe und Dr. Watson mit einer bissigen
Pudeldame zu tun bekommen. Gleichzeitig geht ein Postbote
aus Schönau im »Bermudadreieck« unter und Schlaicher auf
die Suche nach einem Mörder, der skrupelloser ist als Billy the Kid.
 
 


Dienstag, 10. November 2009 - 20 Uhr - Buchhandlung Müller

Martin Jösel liest:
Der Verbrecher aus verlorener Ehre

Exakt zum 250. Geburtstag Friedrich Schillers laden wir zu einem Abend mit Martin Jösel ein, der Schillers Kriminalerzählung
"Der Verbrecher aus verlorener Ehre" erzählend- rezitierend vorstellen wird.
Drei Jahre nach der spektakulären Uraufführung seines Schauspiels "Die Räuber" widmete sich der 26-jährige Jung-Dichter erneut seinen Lieblingsthemen "Gewalt und Gerechtigkeit":

Zum Inhalt:
Ein einfacher Gastwirtsohn wird aus Eifersucht erst zum Wilddieb, dann zum Mörder, taucht als Räuber unter und versetzt die Menschen in Angst und Schrecken. Schillers Krimi ist nicht nur eine spannende und genial geschriebene Erzählung, sondern auch eine genaue psychologische Außenseiter-Studie und ein Dokument ach so tugendhafter bürgerlicher Verhaltens-weisen, die bis heute weiterwirken.
 
Martin Jösel ist Lehrer am Kant-Gymnasium in Weil am Rhein und bekannt durch seine zahlreichen literarischen Solo-Abende. Die voll-ständige Erzählung "Der Verbrecher aus verlorener Ehre" hat er auf seiner ersten Hör- CD festgehalten.


26. November 2009 - 18 Uhr 30 - Buchhandlung Müller

Stefan Stadler stellt sein Spiel vor und lädt ein zum Mitspielen:
Die Tore der Welt ( nach der Vorlage von Ken Follet)

Zum Inhalt:
England im 14. Jahrhundert. 200 Jahre nach den Ereignissen um den Bau der Kathedrale zu Kingsbridge sehen sich die Nachfahren der aus „Die Säulen der Erde“ bekannten Charaktere neuen großen Aufgaben gegenüber.
Als Bürger von Kingsbridge müssen sich die Spieler um verschiedene Bereiche kümmern: Bauen, Handel, Frömmigkeit, Ernährung, Medizinisches Wissen. In jeder Runde wird eine andere Ereigniskarte aufgedeckt, die die Handlungsmöglichkeiten für die Spieler vorgibt. Jede Karte bildet ein Ereignis aus dem Buch ab. Im Spiel werden verschiedene Bauwerke errichtet, die den Spielern Siegpunkte einbringen, indem sie sich entweder direkt daran beteiligen oder Geld spenden. Im späteren Verlauf greift die Pest um sich, Einwohner von Kingsbridge erkranken. Jetzt erhält man Siegpunkte, wenn man medizinisches Wissen erworben hat und die Kranken versorgt.
 


27. November 2009 - 20 Uhr - Haus der Volksbildung

Dieter Baumann: Körner, Currywurst, Kenia

Zum Inhalt:
Als Läufer ist der Olympiasieger jedem ein Begriff. Fernab von der Bahn und dem Asphalt hat Dieter Baumann eine neue Karriere ge-startet. Mit seinem Kleinkunstprogramm „Körner, Currywurst, Kenia“ präsentiert der Lebensläufer das Thema Bewegung und Laufen auf eine ganz andere Art. Dabei erweist sich der 43-Jährige als begnade-ter Erzähler, der schnell das Gefühl vermittelt, dass man mit einem alten Bekannten am Küchentisch säße. Mit enormer Begeisterungs-fähigkeit präsentiert er Geschichten rund ums Laufen, die eben ein bisschen internationaler sind als die des gemeinen Hobbyläufers. „Ich möchte den Leuten ‘Luscht’ auf Laufen machen“, so Baumann selbst über sein Programm, das sich als “gespielte” Laufkolumne versteht, – frei nach dem Motto: „Sie brauchen einen idealen Coach: Mich.“
Veranstalter: Buchhandlung Müller in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Weil am Rhein und der Leichtathletikabteilung des ESV Weil am Rhein.